Der Ausfall von Kapitänin Rosa Rückert war ein harter Schlag für die deutsche U19-Nationalmannschaft. Doch statt Unsicherheit herrschen vor dem EM-Auftakt in Bosnien und Herzegowina Zuversicht und Vorfreude. Die neue Bundestrainerin Melanie Behringer sieht ihre Mannschaft mental stark und blickt dem Eröffnungsspiel gegen Gastgeberland Bosnien und Herzegowina optimistisch entgegen.
Der Verzicht auf Rosa Rückert durch eine Sprunggelenksverletzung schmerzt die deutsche U19-Nationalmannschaft. Als Kapitänin und Führungsspielerin hätte sie beim Turnier eine wichtige Rolle gespielt. „Es war schon ein harter Schlag“, meinte Behringer, vor allem weil Rückert bereits im vergangenen Jahr keine Europameisterschaft spielen konnte. Dennoch habe die Mannschaft gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. Die Leistungen in den USA-Testspielen hätten gezeigt, dass das Team auch ohne seine Kapitänin funktionieren kann. „Die Mädels haben das richtig gut umgesetzt“, sagte die Bundestrainerin.
Behringer betont dabei immer wieder die mentale Stärke innerhalb der Mannschaft. Als ehemalige Nationalspielerin und Olympiasiegerin versucht sie den Druck bewusst zu nehmen. „Ich weiß was auf einen zukommt“, erklärte sie. Zusätzlichen Rückhalt gab die erfolgreiche zweite Qualifikationsrunde, in der die deutsche U19 bereits unter Druck bestehen musste. Die Europameisterschaft wolle die Mannschaft nun mit „großer Freude und großer Lust“ angehen.
Aus den Testspielen gegen die USA nahm Behringer zudem positive Erkenntnisse mit. Zwei Spielerinnen sind bei den Spielen in Frankfurt speziell aufgefallen und hätten sich in den schlussendlichen Kader „reingespielt“. Paula Rintzner und Emma Memminger hätten sehr gute Leistung gezeigt und die Bundestrainerin „total überzeugt“. Dementsprechend traut sie den beiden auch bei der Europameisterschaft eine wichtige Rolle zu.
Morgen beginnt das, worauf die deutsche U19 seit Monaten hingearbeitet hat. Um 17 Uhr trifft die DFB-Auswahl in Zenica auf Gastgeberland Bosnien und Herzegowina und eröffnet damit die Europameisterschaft. Die Vorfreude ist groß und die Spielerinnen fühlen sich bereit. Jetzt heißt es, die positive Stimmung in einen erfolgreichen Auftakt zu bündeln und mit einem Sieg in die Europameisterschaft zu starten.
